Portrait Sonja Teßen  ©Katja Willers

Jahresrückblick 2025: Ein Jahr der leisen Veränderungen

2025: Kein lautes Jahr, aber ein ehrliches

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr gar keinen Jahresrückblick schreiben. Zu schnell war alles vergangen, zu unspektakulär schien es auf den ersten Blick. Kein großes Ereignis, kein „Highlight“, das heraussticht.
Und doch sitze ich nun hier am Computer und versuche, meine Gedanken zu sortieren.

Denn wie so oft zeigt sich erst beim genaueren Hinsehen, dass gerade die leisen Jahre oft die tiefgreifendsten sind. Um mein Jahr zu reflektieren, habe ich meinen Kalender durchgeblättert, meine Lightroom- und Smartphone-Galerien durchgesehen – und gemerkt: 2025 war alles andere als leer.
Es war ein Jahr voller innerer Bewegungen. Ein Jahr des Hörens, des Loslassens, des Wiederentdeckens.
Das Jahr der Holz-Schlange.

Wohnen, Vertrauen und das richtige Timing

Zu Beginn des Jahres spielten wir wieder mit dem Gedanken umzuziehen. Unser Zuhause ist schön, und wir fühlen uns hier wohl. Dennoch wünschen wir uns mittelfristig ein Leben südlich des Elbtunnels – ruhiger, grüner, ohne den permanenten Autobahnlärm, der mich unterschwellig zunehmend stresst.

Ein Haus, das wir besichtigt hatten, ging letztlich an eine junge Familie. Ich konnte die Idee erstaunlich schnell wieder loslassen. Es war noch nicht unser Haus.
Ich vertraue darauf, dass es uns zur richtigen Zeit finden wird.

Gesundheit als Lehrmeisterin

Im Frühjahr und Sommer durfte ich intensiv lernen, auf meine innere Stimme und vor allem auf meinen Körper zu hören. Monatelange Schmerzen führten mich von Arzt zu Arzt – jede Meinung anders, keine wirkliche Verbesserung. Zeitweise fiel es mir schwer, morgens überhaupt aufzustehen.

Erst der Hinweis meiner Osteopathin, testweise auf Käse zu verzichten, brachte eine Wende. Obwohl Käse zu meinen absoluten Lieblingsspeisen gehört, folgte ich dem Rat – und spürte erste Erleichterung.
Heute komme ich mit Basentabletten, Käseverzicht und viel Bewegung gut durch den Tag. Zudem merke ich, wie es mir immer besser geht, je mehr ich mir Ruhe und tiefe Entspannung erlaube. Ich darf loslassen und einfach sein. Eine einfache Erkenntnis, die mein Leben spürbar verändert hat.

Bewegung, die Freude macht

Leichtigkeit finden – Schritt für Schritt

Im Januar begannen André und ich mit dem Tanzen. Anfangs knackten die Gelenke, die Hüfte schmerzte – doch inzwischen läuft es richtig gut, und wir sind im Tanzkreis angekommen.
Endlich haben wir einen Sport gefunden, der uns beiden Freude macht.

neue Tanzschuhe

E-Bikes und alte Glaubenssätze

Auch das Radfahren haben wir im September neu für uns entdeckt. Nach langem innerem Widerstand zogen E-Bikes bei uns ein.
Mein alter Glaubenssatz lautete: „Vor 70 kommt mir kein E-Bike ins Haus!“
Rückblickend kann ich darüber nur schmunzeln. Heute fahren wir viel häufiger, länger und mit deutlich mehr Spaß.

Das neue E-Bike

In der Natur unterwegs

Im Jahr 2025 habe ich mir wieder ganz bewusst Zeit genommen, die Natur um mich herum achtsamer wahrzunehmen. Neue Perspektiven einzunehmen und die kleinen Wunder dieser lauten Welt zu bestaunen. Viele schöne Momente konnte ich dabei mit meiner Kamera und meinem Herzen einfangen. Manches Mal stand ich mit offenem Mund und überschäumend vor innerem Glück im Wald, erfreute mich an dem Licht und fühlte mich wie in einer riesigen göttlichen Kathedrale.

Licht im Herbstwald

Kreativität im Wandel

Meine Kamera gönnte sich ansonsten 2025 eine Pause. Nur vereinzelt habe ich zum Jahresende Hunde-Shootings gemacht – was sich, angesichts meiner Schmerzen, genau richtig anfühlte. Die beste Kamera war stets die, die ich immer dabei hatte – mein Handy.

Dafür kehrte ein früheres Hobby zurück: das Malen. Mit dem Pinsel kreativ zu sein, schenkte mir Ruhe, Entspannung und einen neuen Zugang zu mir selbst.

freies Mandala malen mit Aquarellfarben

Neben dem Malen habe ich dann auch das Stricken in 2025 wieder für mich entdeckt und die ersten Pullover sind inzwischen fertig. Dieses neue alte Hobby werde ich auf jeden Fall beibehalten, da es sehr entspannend ist und man dabei seine Gedanken so schön wandern lassen kann.

Eine weitere neue Idee war das Basteln als GONIS-Beraterin. Hier merkte ich aber schon vor den ersten Kundenpräsentationen, das Basteln nicht meins war. Zu viele Dinge, die dann irgendwo rumstehen. Na ja, ein Versuch war es wert.

Monatsrückblick August: Enjoy life

Folge der Freude und der Leichtigkeit

Mein Motto für 2025 lautete:
„Folge der Freude und der Leichtigkeit.“

Ich habe mir bewusst viele Pausen erlaubt, Neues ausprobiert, für gut befunden oder wieder verworfen. Alles durfte sein.
Aus meinem Online-Business habe ich den Druck herausgenommen. Mein Teilzeitjob sorgte für die Brötchen, alles andere durfte sich entwickeln.

Ich arbeitete an fünf verschiedenen Webseiten, verzettelte mich, sortierte neu – auch das war Teil meines Weges.

Rauhnächte, Wünsche und neue Ziele

Im Dezember nahm ich erstmals an begleiteten Sperrnächten teil – eines von vielen ersten Malen.
Darauf folgten die „malerischen Rauhnächte“ mit Nora und Franziska. In dieser Zeit entstand ein Kunstwerk im Format 50 × 70 cm, das mich durch 2026 begleiten wird.

Dank der günstig fallenden Feiertage hatten wir zwei volle Wochen Urlaub – eine bei meinen Eltern im Weserbergland, eine entspannt zu Hause. So ruhig habe ich den Jahreswechsel noch nie erlebt.
Wir waren viel in der Natur unterwegs und gönnten uns ganz bewusst diese Auszeit. Jeden Tag malte ich an meinem Bild und übergab einen Wunsch an das Universum.

Als ich schließlich meinen 13. Wunsch zog, musste ich lachen:
Ich wünschte mir, NeuroGraphik und NeuroArt zu lernen und daraus meinen eigenen Stil zu entwickeln. Noch am selben Tag buchte ich den Basiskurs NeuroGraphik.
Da hat mir das Universum wirklich den Wunsch zugeteilt, den ich mir am einfachsten erfüllen kann. Let´s go for it.

Fazit: Dankbarkeit für ein leises Jahr

2025 war kein Jahr der großen Erfolge oder lauten Meilensteine.
Aber es war ein ehrliches Jahr. Eines, das mich langsamer, klarer und bewusster gemacht hat.

Ich gehe nicht „fertig“ aus diesem Jahr – aber mit Vertrauen, Kreativität und der Gewissheit, dass Freude und Leichtigkeit kein Ziel sind, sondern ein Weg.

Willkommen, 2026. 🐎✨


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